Donnerstag, Januar 10, 2013


GEDANKEN EINER TRAURIGEN SEELE
 

Schlafen kann ich längst nicht mehr.

Meine Kehle ist trocken, als ob sie gefroren wär.

Die Kopfschmerzen werden stärker und widerlich,

als ob ein Stein meine Sorgen bricht.

 

In vielerlei Scherben sind sie zersprungen.

Tief in mein Innerstes eingedrungen.

Dort liegen sie nun, kennen kein Licht.

Und auch einen Sonnenstrahl sehen sie nicht.

 

Manchmal steht auch still mein Herz.

Kann nicht mehr atmen vor Trauer und Schmerz.

Ist erstarrt vor Traurigkeit und Leere.

Versammelt sind dort der Einsamkeit Heere.

 

Und die Gedanken ergeben keinen Sinn.

Was ich versuche, wo ich auch bin.

 

Ängste verbreiten sich schnell wie der Wind.

Rufen wach das einst fröhliche Kind.

Erinnern an die Dunkelheit und den Höllenschlund,

doch „Stopp, geht weg“ zu sagen, vermag nicht mein Mund.

 

Dieses tiefe Leid bringt mich noch um den Verstand.

Das Schicksal hat in mich seine Zeichen gebrannt.

Oft habe ich in den Himmel geschickt ein Gebet.

Bin auf Knien gerutscht, hab um Gnade gefleht.

 

Was ich auch tue, alles ist schwarz für meine Augen.

Welche Kraft will man denn noch aus mir saugen?

Kann nicht mehr weinen, nicht mehr schrei´n.

Will mich niemand von diesen Qualen befrei´n?

 

Sehnsucht und eisige Kälte kommen angekrochen.

Zuletzt hat Verzweiflung meine Seele gebrochen.

Und das ist auch alles, was mir jetzt bleibt.

Fragt sich, wie lange und wohin sie mich treibt.

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